Stellungnahme zur Spaltung der Allgäuer AfD

Pünktlich zum Auftakt des Bundestagswahlkampfes ist innerhalb der Allgäuer AfD eine Mischung aus lange schwelenden internen Konflikten eskaliert. In der Folge wurde der Kreisverband Oberallgäu/Kempten/Lindau im Zuge eines chaotischen Wechselspiels gegenseitiger Machtaneignungsversuche zweier konkurrierender Fraktionen letztlich auch formal gespalten. Durch einen parteirechtlichen Winkelzug ist es der völkisch-nationalistischen Fraktion um Bundestagsfraktionsvize Peter Felser gelungen, die Hoheit über die wichtigsten Gebiete des ehemaligen Kreisverbandes vom Lindauer Verschwörungsideologen Rainer Rothfuß zurück zu erlangen. Hierzu wurde gegen den Willen von weiten Teilen des erst kürzlich neu gewählten Kreisvorstandes ein neuer Kreisverband Oberallgäu/Kempten unter Führung von Thomas Senftleben ins Leben gerufen. Senftleben zog hierbei auch durch sein dreistes und wahrheitswidriges Abstreiten jeglicher parteiinterner Konflikte erheblichen Unmut bisheriger Funktionäre der Rechtsaußenpartei auf sich. So erklärte der Oberstaufener AfD-Gastwirt und bisherige Teil des Kreisvorstandes Axel Keib zuletzt öffentlich, für Felser und seine Gefolgschaft wolle er keinen Finger mehr krumm machen und sprach offen von einer gezielt herbeigeführten Spaltung. Diese hat wie parteiinterne Kommunikation aufzeigt dazu geführt, dass auch einige bisherigen Unterstützer*innen des Kreisverbandes sich von einem weiteren Engagement für die Rechtsaußenpartei abgewendet haben. Um den bisherigen Kreisvorstand Rainer Rothfuß, welcher sich ansonsten nur allzugerne ins Rampenlicht drängt, ist es indessen bemerkenswert ruhig geworden. Trotz Wahlkampfzeit wendet sich dieser derzeit nur äußerst sporadisch an die Öffentlichkeit. Die Sanierung der durch die Spaltung in Mitleidenschaft gezogenen Reste des Kreisverbandes im Westallgäu dürfte einiges an Arbeit in Anspruch nehmen.

Wenngleich die Handlungsfähigkeit beider Fraktionen durch die chaotische Aufspaltung des Kreisverbandes und die damit nochmals weiter verschärften internen Konflikte derzeit erheblich eingeschränkt wird, darf dies aus unserer Sicht keinesfalls Anlass dafür sein, die Gefährlichkeit der Rechtsaußenpartei im Allgäu zu unterschätzen. Die AfD ist dazu angetreten rechtsradikale Positionen zu normalisieren. Ihren Einfluss nutzt sie auch hier im Allgäu für rassistische und rechtspopulistische Stimmungsmache und schürt so Hass und Vorurteile. Dementsprechend rufen wir dazu auf, sich jeglichen Versuchen der Rechtsaußenpartei ihre menschenfeindliche Ideologie in die Öffentlichkeit zu tragen auch weiterhin konsequent entgegenzustellen. Egal ob im Oberallgäu oder im Westallgäu, egal ob in Kempten oder Lindau, gerade im weiteren Bundestagswahlkampf gilt für uns auch weiterhin das Motto: Kein Fußbreit der AfD!

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